Projektdetails
Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit zwischen dem Institut und Planex entstand auf Wunsch von Dipl.-Ing. Jürgen W. Hennicke, der das Projektteam "Plusminus" leitet. Herr Hennicke war einer der letzten Mitarbeiter von Frei Otto, der als Visionär der Membrantechnik gilt. Das Projektteam "Plusminus" des Instituts bemerkte in einem Schreiben an Planex:
"Im Namen des Projektteams Plusminus möchten wir uns nochmals sehr herzlich bei Ihnen für Ihre großzügige Unterstützung bedanken. Ohne die Hilfe und das Vertrauen welches Sie uns entgegengebracht haben wäre die Realisierung dieses Projektes nicht möglich gewesen."

Das Prinzip der pneumatischne Gitterschale
Im Bereich der Architektur wird die Gitterschale als eines der effizientesten Flächentragwerke angesehen. Die Gitterschale besteht aus stabförmigen Elementen, die ein Gitternetz bilden. Die Konstruktion kann große Flächen mit minimalem Materialaufwand stützenfrei überspannen und lässt sich in nahezu jede beliebige Form bringen.

Die pneumatische Gitterschale geht einen Schritt weiter: Die orthogonal verlaufenden, stabförmigen Elemente, welche das Gitternetz formen, werden durch aufgeblasene Folienschläuche (Pneus) ersetzt und an den Kreuzungspunkten beweglich miteinander verbunden. Wenn das Gitternetz seine endgültige Form erreicht hat, werden die Kreuzungspunkte fixiert, damit die Gitterschale als Tragwerk funktionieren kann. Die Fixierung wird mit zwei Folien erreicht, welche sich ober- und unterhalb des Gitternetzes befinden und das Tragwerk umhüllen. Zwischen den Folien wird ein Vakuum erzeugt, wodurch die mit Luft gefüllten Folienschläuche aneinandergepresst und stabilisiert werden.

Durch den Einsatz luftgestützter Systeme kann das Eigengewicht der Konstruktion erheblich reduziert werden. Doch auch der Aspekt der Ästhetik spielt eine große Rolle: Die Leichtigkeit und die Struktur des Gitternetzes vermitteln dem Betrachter ein besonderes Raumgefühl.
Einsatzbereiche
Die pneumatische Gitterschale ist für eine temporäre Benutzung ausgelegt. Sie überzeugt durch einen schnellen Auf- und Abbau sowie durch das geringe Eigengewicht. Durch die Vielfalt der möglichen Formen sowie die Eye-Catcher-Wirkung ist die Membrane in vielen Bereichen der Architektur einsetzbar, z. B. Konzerte, Events, Ausstellungen.
