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Futuristische Leichtbau-Filmkulisse für Hollywood

„SELF/LESS“ © by Concordia Filmverleih mit Ben Kingsley und Ryan Reynolds

Die Planex Technik in Textil GmbH produzierte in Kooperation mit dem Studio für Leichtbau und temporäre Architektur (LTA) in Stuttgart, sowie Dr. Lars Meeß-Olsohn, dem Initiator des Netzwerkes Textile-Architektur, einen Leichtbau-Pavillon, der als futuristische Kulisse im Science-Fiction-Film „SELF/LESS“ © by Concordia Filmverleih mit dem oscarprämierten Schauspieler Ben Kingsley und dem Action-Star Ryan Reynolds zur Geltung kam.

Untereinander gekoppelte, möglichst futuristisch anmutende Kuppelkonstruktionen sollten im Film „SELF/LESS“ © by Concordia Filmverleih die klinisch-sterile Atmosphäre von Hightech-Laboratorien abbilden.

Projektdetails:

Jahr: 2013

Ort: New Orleans

Auftraggebende: Studio für Leichtbau und temporäre Architektur (LTA) in Stuttgart, sowie Dr. Lars Meeß-Olsohn, dem Initiator des Netzwerkes Textile-Architektur

Produkte: Zwei „air-supported domes“

Die gestalterische Herausforderung

Die gestalterische Herausforderung bestand darin, den minimalistischen Charakter auch im Detail zu wahren. Daher erfolgte die Klemmung der Schläuche aus Gründen der Dichtigkeit der Folienelemente verdeckt in den Endkappen, und auch die Versorgungsleitungen der pneumatisch gestützten Konstruktionselemente sind unauffällig in umlaufenden Bodenkanälen geführt. Nachdem die von Lexington-Europe speziell angefertigten LED-Platinen in die Endkappen der Schlauchelemente eingesetzt waren, begann das Auslegen der Bodenkanäle und das Aufsetzen der filigranen und gelenkigen Fußpunkte. Als die Bögen ihre kuppelförmige Sollgeometrie eingenommen hatten, wurden die beiden Hüllfolien eingebracht und an den Bodenkanälen fixiert. Durch das Evakuieren der Luft zwischen den beiden Lagen der Hülle und den Bögen wurde der stabilisierende Verbund erzeugt. Dabei änderte sich die Erscheinung der „Folienfassade“ entscheidend: Die Hülle als transluzente PE-Folie half, das Geschehen des Filminhalts auf das Innere der Gitterschalen zu fokussieren.

Die Lichtwirkung der LED-Strahler in den Fußpunkten der Bögen unterstrich hierbei die eher flächige Wirkung. Der Trailer des fertigen Kinofilms versinnbildlichen mit den Gitterschalen schon jetzt die zentrale Bedeutung dieser Architekturen in der Handlung.

Die Umsetzung

Die unter Überdruck stehenden Schläuche („Plus“) wurden durch den geringen Unterdruck in der Hüllfolie („Minus“) zu dem recht stabilen und raumbildenden Wandverbund PLUSMINUS zusammengefasst. Seine leichte und nahezu schwebende Wirkung konnte erreicht werden, indem man die Pneus an den Fußpunkten von innen ausleuchtete. Nachfolgend wurden die Details der Knoten bei sich überlagernden Schläuchen und die Anschlüsse an den Fußpunkten untersucht und optimiert, u.a. auch bei der Erstellung eben jener Gitterschale, die als Vorbild für das Set-Design dienen sollte.

Der Projektablauf

Für die Studioaufnahmen des Films „SELF/LESS“ © by Concordia Filmverleih in einer riesigen Halle in New Orleans wurden zwei „air-supported domes“ in den Abmessungen von ca. 19 x 13 x 4,5 m innerhalb von drei Monaten konzipiert, hergestellt und vor Ort aufgebaut. Das Atelier leichtbaukunst unterstützte, unter der Leitung von Dr. Lars Meeß-Olsohn, die Planex Technik in Textil GmbH in diesem dynamischen Zeitraum als Berater.

Die Dreharbeiten zum Film „SELF/LESS“ © by Concordia Filmverleih mit der von Planex angefertigten Kulisse fanden im Herbst 2013 in New Orleans statt. Der Film feierte am 20. August 2015 Premiere in den deutschen Kinos.

Video: Trailer von SELFLESS auf YouTube | Quelle: https://www.youtube.com/@leoninestudios

Fragen und Antworten zur futuristischen Leichtbau-Filmkulisse für Hollywood

Was wurde für den Film „SELF/LESS“ © by Concordia Filmverleih von Planex umgesetzt?

Für den Science-Fiction-Film „SELF/LESS“ © by Concordia Filmverleih wurde von Planex in Kooperation mit dem Studio für Leichtbau und temporäre Architektur (LTA) sowie Dr. Lars Meeß-Olsohn eine futuristische Leichtbau-Kulisse umgesetzt. Produziert wurden zwei pneumatisch gestützte Kuppelkonstruktionen, die im Film als sterile Hightech-Architektur eines futuristischen Laborumfelds inszeniert wurden.

Welche Art von Filmkulisse wurde für Hollywood gebaut?

Gebaut wurden zwei sogenannte „air-supported domes“, also leichte, pneumatisch gestützte Kuppelbauten. Die Konstruktionen sollten futuristisch wirken und im Film eine klinisch-sterile, technologisch geprägte Atmosphäre erzeugen. Durch ihre transluzente Hülle, die klare Geometrie und die integrierte Lichtwirkung entstand eine markante Science-Fiction-Kulisse.

Warum eignen sich Leichtbau-Pavillons für Filmsets und temporäre Architektur?

Leichtbau-Pavillons eignen sich für Filmsets besonders gut, weil sie große räumliche Wirkung mit geringem Gewicht, hoher Gestaltungsfreiheit und vergleichsweise schneller Umsetzung verbinden. Sie ermöglichen außergewöhnliche Formen, können temporär genutzt werden und schaffen atmosphärisch starke Räume, die sowohl funktional als auch visuell präzise auf ein Szenenbild abgestimmt werden können.

Welche gestalterische Herausforderung bestand bei der Filmkulisse für „SELF/LESS“ © by Concordia Filmverleih?

Die zentrale Herausforderung bestand darin, den minimalistischen und futuristischen Charakter der Konstruktion auch in den Details konsequent umzusetzen. Deshalb wurden technische Komponenten wie Klemmungen, Versorgungsleitungen und Anschlüsse möglichst verdeckt integriert. Gleichzeitig sollte die transluzente Hülle das Licht gezielt aufnehmen und die futuristische Wirkung der gesamten Kulisse visuell verstärken.

Wie funktionierte die pneumatisch gestützte Konstruktion der Leichtbau-Kulisse?

Die Konstruktion basierte auf unter Überdruck stehenden Schläuchen und einer Hüllfolie mit leichtem Unterdruck. Durch dieses Zusammenspiel entstand ein stabiler, raumbildender Wandverbund. Die beiden Hülllagen wurden an Bodenkanälen fixiert, und durch das Evakuieren der Luft zwischen Hülle und Bögen entstand der stabilisierende Verbund, der der Konstruktion ihre Form und ihre leichte, fast schwebende Wirkung verlieh.

Welche Rolle spielte Licht bei der Gestaltung der futuristischen Filmarchitektur?

Licht war ein wesentlicher Bestandteil der Gestaltung. Speziell angefertigte LED-Platinen wurden in die Endkappen der Schlauchelemente integriert, zusätzlich wurden die Pneus an den Fußpunkten von innen ausgeleuchtet. Dadurch wurde die transluzente Hülle betont und die Kulisse erhielt ihre charakteristische, futuristische und flächig wirkende Lichtatmosphäre.

Wie groß waren die Leichtbau-Pavillons für den Film „SELF/LESS“ © by Concordia Filmverleih?

Für die Studioaufnahmen in New Orleans wurden zwei „air-supported domes“ mit Abmessungen von jeweils etwa 19 x 13 x 4,5 Metern konzipiert, hergestellt und vor Ort aufgebaut. Damit entstand eine großformatige Leichtbau-Kulisse, die im Film als prägendes architektonisches Element eingesetzt werden konnte.

Wie schnell wurde das Projekt für die Hollywood-Produktion realisiert?

Die beiden Leichtbau-Kuppeln wurden innerhalb von rund drei Monaten konzipiert, hergestellt und in New Orleans aufgebaut. Für ein internationales Filmprojekt mit individueller Gestaltung und komplexer technischer Umsetzung zeigt das die hohe Planungs- und Umsetzungskompetenz der beteiligten Partner.

Mit wem arbeitete Planex bei diesem Filmkulissen-Projekt zusammen?

Planex realisierte das Projekt in Kooperation mit dem Studio für Leichtbau und temporäre Architektur (LTA) in Stuttgart sowie mit Dr. Lars Meeß-Olsohn, dem Initiator des Netzwerkes Textile-Architektur. Zusätzlich unterstützte das Atelier leichtbaukunst das Projekt beratend unter der Leitung von Dr. Lars Meeß-Olsohn.

Für welche Projekte sind pneumatische Leichtbau-Konstruktionen wie diese geeignet?

Pneumatische Leichtbau-Konstruktionen eignen sich für Filmsets, Messeauftritte, temporäre Architektur, Eventbauten, Ausstellungen und experimentelle Raumkonzepte. Sie sind besonders dann interessant, wenn eine markante architektonische Wirkung, geringes Gewicht, schnelle Montage und hohe gestalterische Freiheit gefragt sind.

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