Auf dem Südheimer Platz in Stuttgart wurde ein großflächiger, temporärer Sonnenschutz umgesetzt, um den öffentlichen Raum auch bei zunehmender Sommerhitze nutzbar zu halten. Das Projekt ist Teil des Hitzeaktionsplans der Stadt Stuttgart und zeigt exemplarisch, welchen Beitrag textile Architektur zur klimaangepassten Stadtgestaltung leisten kann.
Aufenthaltsqualität trotz steigender Temperaturen
Versiegelte Flächen und fehlende Beschattung führen dazu, dass sich innerstädtische Plätze im Sommer stark aufheizen. Gerade an stark frequentierten Orten wie dem Südheimer Platz wird Hitze schnell zur Belastung für die Nutzung des öffentlichen Raums. Ziel des Projekts war es daher, wirksamen Schatten zu schaffen, ohne den Platz dauerhaft baulich zu verändern oder seine Offenheit einzuschränken.
Der Sonnenschutz sollte flexibel, saisonal einsetzbar und gleichzeitig robust genug sein, um den Anforderungen eines stark genutzten urbanen Raums gerecht zu werden.
Lösung und Umsetzung: Schwebende Segelkonstruktion ohne Fundamentarbeiten
Nach Entwurf und Planung von Alfred Rein Ingenieure entstand eine frei gespannte Konstruktion aus zehn einzelnen Dreiecksegeln. Die Segel sind so angeordnet, dass sie eine großzügige Beschattungsfläche bilden und zugleich Licht, Luft und Blickbeziehungen erhalten.
Ein zentrales Merkmal des Projekts ist die Nutzung bestehender Infrastruktur. Die Brückenpfeiler der Stadtautobahn B14 konnten als Aufnahmepunkte für die Konstruktion verwendet werden. Dadurch waren keine Erd- oder Fundamentarbeiten erforderlich. Der Eingriff in den Stadtraum blieb minimal, die Umsetzung effizient und ressourcenschonend.
Die Stahl- und Seilkonstruktion wurde von Markisen Zanker gefertigt und montiert. Planex war für die Planung und Herstellung der maßgeschneiderten Sonnensegel verantwortlich.
Material, Konstruktion und saisonales Konzept
Die Sonnensegel wurden speziell für den temporären Einsatz konzipiert. Sie bieten wirksamen Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und reduzieren die gefühlte Hitze auf dem Platz deutlich. Gleichzeitig bleibt die Konstruktion leicht, offen und vollständig reversibel. Nach Ende der Sommerperiode wird der Sonnenschutz wieder abgebaut, sobald sein Zweck erfüllt ist.

Diese Kombination aus Maßanfertigung, Flexibilität und geringer Eingriffstiefe macht textile Lösungen besonders geeignet für kommunale Maßnahmen im Rahmen von Hitzeaktionsplänen.
Leistungen durch Planex
Planex war im Projekt für folgende Leistungen verantwortlich:
- Planung der Segelgeometrie und der Beschattungsflächen
- Herstellung der maßgefertigten Sonnensegel im eigenen Maschinenpark in Ludwigshafen
- Präzise Konfektion der einzelnen Segel abgestimmt auf Konstruktion und Nutzung
- Abstimmung von Material, Form und saisonalem Einsatzkonzept
- Integration der textilen Elemente in die bestehende Tragstruktur
Das sind die Ergebnisse:
+ Wirksamer Hitzeschutz im öffentlichen Raum
Deutlich verbesserte Nutzbarkeit des Platzes an heißen Sommertagen.
+ Klimaanpassung mit minimalem Eingriff
Keine Fundamente, keine dauerhaften baulichen Veränderungen.
+ Flexibles, saisonales Konzept
Anpassbar an wechselnde Anforderungen und Nutzungszeiträume.
+ Textile Architektur mit Mehrwert
Funktion, Gestaltung und Nachhaltigkeit in einer Lösung vereint.
Das Projekt am Südheimer Platz zeigt, wie maßgeschneiderte Sonnensegel einen konkreten Beitrag zur kommunalen Hitzevorsorge leisten können. Textile Architektur wird damit zu einem wichtigen Werkzeug, um öffentliche Räume auch unter veränderten klimatischen Bedingungen dauerhaft nutzbar und lebenswert zu halten.
Wir bedanken uns bei der Stadt Stuttgart für das entgegengebrachte Vertrauen sowie bei Alfred Rein Ingenieure und Markisen Zanker für die erfolgreiche und angenehme Zusammenarbeit.
Weiterführende Links:
- Fa. Markisen Zanker
- Alfred Rein Ingenieure
- „Hitzeschutz in der Stadt: Dieser Stuttgarter Platz hat jetzt ein Sonnensegel“ (Artikel der Stuttgarter Nachrichten)
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Häufige Fragen zur Beschattung öffentlicher Plätze – Sonnensegel-Projekt in Stuttgart
Welche Maßnahmen helfen gegen Hitze auf öffentlichen Plätzen in Städten?
Zur Reduzierung von Hitze in urbanen Räumen werden unter anderem Sonnensegel, Begrünung, Wasserflächen oder helle Oberflächen eingesetzt. Textile Beschattungslösungen wie Sonnensegel bieten dabei eine flexible Möglichkeit, schnell wirksamen Schatten zu schaffen, ohne dauerhaft in die Bausubstanz einzugreifen.
Warum eignen sich Sonnensegel besonders für die Beschattung öffentlicher Plätze?
Sonnensegel ermöglichen großflächige Beschattung bei gleichzeitig offener Gestaltung des Raums. Sie sind leicht, flexibel einsetzbar und können individuell an bestehende Strukturen angepasst werden, was sie besonders für stark genutzte urbane Plätze geeignet macht.
Wie funktioniert ein temporäres Beschattungskonzept wie am Südheimer Platz?
Temporäre Beschattungssysteme werden speziell für saisonale Nutzung geplant. Die Sonnensegel werden in den Sommermonaten installiert und nach der Saison wieder abgebaut. Dadurch bleibt der Eingriff in den öffentlichen Raum minimal und die Nutzung flexibel anpassbar.
Welche Vorteile haben Sonnensegel ohne Fundamentarbeiten?
Sonnensegel, die an bestehende Strukturen wie Gebäude oder Brücken befestigt werden, benötigen keine zusätzlichen Fundamente. Dadurch lassen sie sich besonders schnell umsetzen, verursachen weniger Kosten und greifen kaum in den bestehenden Stadtraum ein.
Für welche Projekte sind textile Beschattungslösungen im urbanen Raum geeignet?
Textile Beschattungslösungen eignen sich für öffentliche Plätze, Schulhöfe, Parks, Gastronomieflächen oder Veranstaltungsorte. Sie werden besonders dort eingesetzt, wo flexible, ästhetische und nachhaltige Lösungen zur Verbesserung des Mikroklimas gefragt sind.

